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Kleine Ingenieure vermessen den Legostein
Mo 23.04.2012 11:47
© BA
Eisenach - Am Donnerstag, den 18. April, fand an der Berufsakademie Eisenach die diesjährig vierte Vorlesung im Rahmen der Kinderakademie statt. Als Referent konnte Prof. Matthias Gröger gewonnen werden, der an der Berufsakademie im Bereich Technik unterrichtet. Der Titel des Vortrags lautete: «Wie kommt der Legostein in den Computer rein?» 30 Kinder der Hortgruppe an der Mosewaldschule aus Eisenach hatten sich im neuen Hörsaal der Berufsakademie am Wartenberg eingefunden.

Auf einer großen Leinwand konnten die jungen Zuhörer riesige Legosteine sehen, die über einen Trichter wie Schneeflocken in einen Computer hinein rieselten. «Nein», erkläre Prof. Gröger gleich zu Beginn, «So kann das natürlich nicht funktionieren.» Vielmehr braucht man dazu einen Menschen, der den Legostein am Computer zeichnet. «Solche Menschen nennt man Konstrukteure», erläuterte der Professor. Wie die Arbeit eines Konstrukteurs aussieht, das konnten die Kinder anhand eigener Erfahrungen gleich selbst erleben.

Damit der Computer weiß, wie groß der Legostein zu sein hat, muss dieser vorher genau vermessen werden. Also ließ der Referent an seine jungen Zuhörer kleine bunte Legosteine und mehrere Messschieber verteilen. Der Auftrag lautete: Länge, Breite, Höhe und Dicke der Legosteine zu messen. Die Ergebnisse wurden in ein Formular eingetragen. Der Messschieber ist ein wichtiges Instrument für den Konstrukteur, erläuterte der Referent, da sich damit die Abstände sehr genau bestimmen lassen. Er zeigte den Kindern auch, wie man den Messschieber mit dem Daumen der rechten Hand bedient.

Die Ergebnisse der Messung wurden dann in das Computerprogramm auf dem großen Bildschirm übertragen. Und schon gewann die entworfene Form eine große Ähnlichkeit mit einem richtigen Legostein. «Fehlen nur noch die Noppen», stellte der Professor fest. Auch diese wurden nun vermessen und in die Zeichnung eingetragen.

Bei diesem Problem zeigte der Referent, warum ein Konstrukteur auch einmal «faul» sein darf. Wenn er nämlich eine Noppe richtig gezeichnet hat, kann er die restlichen sieben Noppen durch Kopieren auf die Oberseite des Legosteins verteilen. So spart er sich viel Arbeit.

Zuletzt lernten die angehenden Jung-Ingenieure anhand einer Formel, wie der Legostein zustande kommt: Computer plus Maschine plus Granulat plus Form ergibt den Legostein. Ein Rundgang durch das Techniklabor der Berufsakademie rundete den gelungenen Vortrag ab.

Nächster Termin der Kinderakademie ist Mittwoch, der 9. Mai, um 14:00 Uhr zum Thema «Frankreich: Unser Nachbarland im Westen».
Anmeldungen erbeten unter Tel. 03691-6294-61. Weitere Themen im Internet unter www.ba-eisenach.de. (pm/ba/rbr)

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V.i.S.d.P.: Rainer Beichler

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