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| | | |  | Di 10.07.2012 11:44 | Rolf Weigel, Geschäftsführer des St. Georg Klinikums, mit Yvonne Salzmann, BKK-Gebietsbevollmächtigte Thüringen und Bosch BKK-Vorstand Bernhard Mohr (von links) © Bosch | | | | St. Georg Klinikum, Ärzte und Bosch BKK starten neue Kooperation in Eisenach | | | | Eisenach - Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, das St. Georg Klinikum in Eisenach und die Betriebskrankenkasse Bosch BKK haben eine Kooperation gestartet, um Patienten in der Region besser zu versorgen. Die behandelnden Ärzte sollen von administrativen Aufgaben entlastet werden und so mehr Zeit für die Patientenbetreuung erhalten.
Im Rahmen der Kooperation können Haus- und Fachärzte Patienten mit einer unklaren Diagnose kurzfristig zu einem Spezialisten im Krankenhaus, einem so genannten Fachlichen Koordinator, vermitteln. Ziel ist es, eine gesicherte Diagnose zu stellen und dem Patienten so einen langwierigen Weg zu verschiedenen Fachärzten zu ersparen. Die Weiterbehandlung nach dem Termin im Krankenhaus übernehmen dann wieder die niedergelassenen Haus- und Fachärzte. «Wir wollen die niedergelassenen Ärzte unterstützen; durch eine schnelle, gesicherte Diagnose können Einweisungen zur stationären Behandlung vermieden und eine zügige ambulante fachärztliche Behandlung sichergestellt werden», erklärt Rolf Weigel, Geschäftsführer des St. Georg Klinikums.
«An der Kooperation können sich Hausärzte, Psychotherapeuten, Fachärzte und Kliniken beteiligen - so hoffen wir, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens zu erleichtern», erläutert Bosch BKK-Vorstand Bernhard Mohr. «Besonderen Wert haben wir darauf gelegt, dass die Teilnahme für die Ärzte und Kliniken nicht mit bürokratischem Verwaltungsaufwand verbunden ist.»
Ein weiterer Baustein der Kooperation richtet sich an Versicherte, die eine intensivierte hausärztliche Betreuung wünschen. Sie können sich in ein Hausarztprogramm einschreiben, bei dem der Hausarzt die Funktion eines «Lotsen» durch das Gesundheitssystem übernimmt. Für die Teilnahme an diesem Programm befreit die Bosch BKK die Versicherten von der Zahlung der Praxisgebühr. Patienten, die stationär behandelt werden müssen, können sich beim Wechsel nach Hause oder in die Weiterbehandlung im niedergelassenen Bereich von so genannten Patientenbegleitern betreuen lassen. Diese speziell geschulten Mitarbeiter der Krankenkasse besuchen die Patienten auf Wunsch in der Klinik, im Pflegeheim, beim Arzt oder zu Hause. In Absprache mit dem behandelnden Arzt prüfen sie, ob der Patient Pflegeleistungen, Hilfsmittel oder eine Haushaltshilfe benötigt und helfen bei der Organisation dieser Leistungen. Yvonne Salzmann, BKK-Gebietsbevollmächtigte für die Region Thüringen, ist überzeugt: «So können wir die Ärzte von Aufgaben entlasten, die über die reine medizinische Betreuung hinausgehen. Dadurch bleibt ihnen mehr Zeit für die Behandlung.» (pm/stgeoklin/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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